Breest, Nell-Düvel und Zebunke präsentieren sich als gute Wahl für die Wetterau

Die drei Wetterauer Direktkandidat*innen der Grünen starten gemeinsam in den Landtagswahlkampf. Sylvia Klein, Fraktionsvorsitzende im Wetterauer Kreistag, stellte sie am 21. August der Öffentlichkeit vor. Sie betonte, dass die Grünen mit ihren Kandidierenden den Wählerinnen und Wählern Alternativen zwischen großkoalitionären Ideen- und Antrieblosigkeit als auch populistischen bis extremen Wahloptionen bieten. „Unser Ziel ist es, dass grüner Gestaltungswille auch in der nächsten Legislaturperiode Hessen grüner und gerechter macht“, erklärt Sylvia Klein.

Silvia Klein:“ Es ist unser Ziel, Hessen auch für die Zukunft grün, gerecht und modern zu gestalten! Dazu passt, dass wir uns heute auf dem Pappelhof treffen, einem Bio-Anbauer mit Direktvermarktung, der gerade seinen 25. Geburtstag gefeiert hat und mittlerweile über 70 Angestellte beschäftigt. Ein Beispiel für erfolgreiches, ressourcenschonendes Wirtschaften.“

In der nördlichen Wetterau (Wahlkreis 27) kandidiert die ehemalige 1. Stadträtin und Kämmerin von Bad Nauheim Brigitta Nell-Düvel. „Seit über 20 Jahren habe ich mich für die Ziele von B90/ DIE Grünen aktiv kommunal und im Wetteraukreis eingesetzt. Auslöser war die Katastrophe von Tschernobyl, die mich als Mutter von drei Kindern dazu bewogen hat, nicht nur entsetzt zu sein, sondern mich für eine gesunde Umwelt und für Bildungsgerechtigkeit zu engagieren. Es war und ist immer eine spannende Aufgabe, Ökologie und Ökonomie so in Einklang zu bringen, dass sie dem Menschen und unserem Planeten nachhaltig nutzt. Aktuell ist für die Wetterau der zukünftige Flächenverbrauch für Wohnen und Gewerbe eine Zukunftsfrage: gerade soll in Wölfersheim ein Logistikzentrum auf 30 ha bestem Ackerboden entstehen. Der Widerstand ist da. In der nächsten Wahlperiode müssen wir Instrumente entwickeln, wie wir den Flächenverbrauch begrenzen können. Wo und wie kann notwendiger neuer Wohnraum geschaffen werden? Digitalisierung und flächendeckende Infrastruktur können Arbeitsplätze wieder in den ländlichen Bereich zurück verlagern. Ich möchte mich für die Lösung dieser Aufgaben einsetzen. Ein besonderes Thema sind auf Grund meiner Erfahrung die Finanzbeziehungen zwischen Kommunen und Land. Hier wurde durch den KFA begonnen, die Kommunen zu entlasten. Es muss weiter daran gearbeitet werden, die Kommunen in die Lage zu versetzen, die Daseinsvorsorge sicherzustellen. Wenn dies gelingt, ist ein wichtiger Teil der Integration neuer Mitbürger sicher. Es lohnt sich, sich dafür einzusetzen!“

Für den östlichen Wahlkreis kandidiert Thomas Zebunke, seit der letzten Kommunalwahl Kreistagsmitglied und seit vielen Jahren für Umwelt, Naturschutz und Ökolandbau engagiert. Im Frühjahr hatte Zebunke im Wahlkampf um das Landratsamt ein damals unerwartet gutes Ergebnis erreicht und über die eigene Partei hinaus Akzeptanz gefunden. „Meine Stärke sind die Themen des ländlichen Raumes, ich will gleiche Lebensbedingungen in allen Kreis- und Landesteilen. Dazu gehört, dass nicht alle Investitionen und Verkehrswege nur auf den Ballungsraum ausgerichtet werden. Wir brauchen mehr regionale Wirtschaftskreisläufe, eine Grundausstattung mit öffentlichen Diensten, medizinische Versorgung, Verkehrsanbindung, Kultur- und Sportangebot in Oberhessen. Ich stehe für eine ökologische Agrarpolitik und eine Umweltpolitik, die auf einem anderen wirtschaftlichen Denken aufbaut. Diese Themen werden im ‚Ostkreis‘ stärker nachgefragt und deshalb wurde ich gebeten, dort anzutreten. Ich will damit etwas anbieten, was die anderen Parteien nicht so gut können und will Menschen mitnehmen, die noch nicht den Kontakt zur Landespolitik gefunden oder schon wieder verloren haben. „Die Wetterau soll die eigenen Potenziale besser nutzen können“, so Zebunke.

In der südlichen Wetterau (Wahlkreis 25) tritt Clemens Breest aus Bad Vilbel für ein starkes grünes Ergebnis an. Als Pastor ist er tagtäglich mit den aktuellen gesellschaftlichen Sorgen und Nöten der Menschen konfrontiert. „Ich nehme es vermehrt wahr, wie sehr sich Menschen Gedanken um aktuelle Entwicklungen machen. Egal ob dies den Klimawandel, die Gesundheitsversorgung, die Schulen, Wohnungsnot oder Verkehrsprobleme betrifft“, erklärt er. „Nicht nur unsere Region ist im Wandel, auch unser Land bis hin zum Klima. All das kann nur gestaltet werden, wenn die richtigen Ideen und der entsprechende Mut vorhanden sind. Beides bringe ich mit.“

Breest sieht in all den Herausforderungen das Potential sich als Gesellschaft darüber zu entzweien und zu blockieren. Doch eine solche Entzweiung lähmt unser Land und nützt nur den Extremen, wie es derzeit die Große Koalition in Berlin vormacht. Er plädiert deshalb leidenschaftlich dafür, die Zukunftsaufgaben gemeinsam anzugehen. „Eine gemeinsame entschlossene Antwort ist das schlagkräftigste Mittel gegen extremistische Kräfte. Das wirkt zwar nicht so spektakulär, hilft dafür aber ungemein.“ Als Beispiel verweist er auf Schleswig-Holstein, die mit einer sehr sachlichen und zugleich ambitionierten Politik die AfD im einstelligen Bereich tiefgefroren haben. Neben der Kandidatur um das Direktmandat, kandidiert er auch auf der Landesliste der Grünen auf Platz 36.

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