Zebunke und GRÜNEN-Kreisvorstand setzen auf mündige Bürgerinnen und Bürger

Mit 14,8% hat GRÜNEN-Kandidat Thomas Zebunke das beste Ergebnis verbucht, das GRÜNE je bei einer Landratswahl im Wetteraukreis eingefahren haben. Es ist zudem das beste GRÜNEN-Ergebnis bei einer Wahl in einem hessischen Flächenkreis, wo sowohl Kandidaten von CDU als auch SPD angetreten sind. Die vor allem von Thomas Zebunke in die Stichwahl gezwungenen Bewerber bemühen sich nun um seine Stimmen.

"Ich habe meinen Wählerinnen und Wählern für die Stichwahl nichts zu empfehlen", so Thomas Zebunke. "Ich halte sie für aufgeklärt genug, um nach sachlichen Erwägungen die für sie richtige Entscheidung zu treffen. Allerdings rufe ich dazu auf, sich auch an diesem Wahlgang zu beteiligen. Es wäre kein gutes demokratisches Zeichen, die Stichwahl einfach zu ignorieren."

Kreisverbandssprecherin Kathrin Anders erinnert daran, dass nun zwei Kandidaten der im Kreistag regierenden Großen Koalition gegeneinander antreten. "Inhaltliche Unterschiede sehe ich keine. Aber ich kritisiere, dass sich beide quasi seit ihrem Amtsantritt im Herbst 2016 im Dauerwahlkampf befinden. Sie haben damit gezeigt, dass mindestens eine der beiden hauptamtlichen Beigeordnetenstellen überflüssig ist. Trotzdem steht im Koalitionsvertrag von CDU und SPD, dass die Partei, die die Landratswahl gewinnt, wieder eine solche hauptamtliche Stelle bekommt. Diese Postenjägerei auf Steuerzahlerkosten muss ein Ende haben. Ich fordere CDU und SPD deshalb auf, auf diese weitere Stelle zu verzichten!"

Thomas Zebunke stellt den thematischen Anspruch der GRÜNEN heraus: "Ich habe im Wahlkampf Schwerpunkte gesetzt, die bei den Stichwahlkandidaten entweder nicht vorkommen oder nicht ausreichend behandelt werden. Am geplanten REWE-Logistikzentrum in Berstadt entzündet sich die Frage, welche Wetterau wir wollen. Eine zugebaute oder eine, in der die jahrtausendealte Agrartradition eine Zukunft haben soll?"

"Klimaschutz muss mehr sein als Politmarketing. Die groß verkündete Umstellung des Strombezugs der Kreisverwaltung auf 100% Ökostrom erweist sich beim näheren Hinsehen als Mogelpackung. E-Mobilität wird publikumswirksam unterstützt, im Kreistag dagegen blockiert. Die Ausweisung von Bienen- und Naturschutzgebieten muss forciert werden. Im Streit um das Gesundheitszentrum brauchen wir eine faire Lösung mit Bad Nauheim. Bei der Sicherstellung der Ärzteversorgung im ländlichen Raum pfiffige Ideen wie ein Programm für Stipendiaten zur Förderung junger Mediziner, die sich hier ansiedeln. Der Zweckverband zur Schaffung bezahlbaren Wohnraums muss gegründet und nicht auf die lange Bank geschoben werden. Und kleine Grundschulen brauchen eine Existenzgarantie. Deshalb fordere ich die Stichwahlkandidaten auf, zu diesen Themen Stellung zu beziehen."

 

 

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