Thomas Zebunke will dem schleichenden Niedergang des Schulschwimmens in der Wetterau entgegenwirken

Der selber sportlich sehr aktive Landratskandidat Thomas Zebunke blickt mit Sorge auf die Entwicklung des Schulschwimmens im Wetteraukreis. Schließt ab Mai das Bad Vilbeler Hallenbad, dann ist Schulschwimmen nur noch in vier Städten möglich, im östlichen Kreisteil einzig in Gedern. "Wir sollten dieser Entwicklung nicht tatenlos zusehen", so Zebunke. "Ich halte die Aussage der DLRG, wonach 59 Prozent der Kinder nach der vierten Klasse nicht richtig schwimmen können, für alarmierend. Ich sehe den Wetteraukreis aufgerufen, Gegenmaßnahmen zu ergreifen."

Vor wenigen Tagen sicherte der Erste Kreisbeigeordnete zu, den lehrplanmäßigen Schwimmunterricht für eine fixe Anzahl an Schulwochen pro Jahr durch den Kreis zu bezahlen. Das macht die Einnahmesituation der Bäder unabhängig von den tatsächlich stattfindenden Schwimmstunden und bietet ihnen eine höhere finanzielle Verlässlichkeit. "So gut ich diese Idee finde", so Zebunke, "so wenig ändert sie am eigentlichen Problem, nämlich dass immer weniger Schulkinder schwimmen lernen."

"Ich teile auch nicht die Meinung der amtierenden Kreisspitze, die sich mit dem Verweis, schwimmen lernen sei nach wie vor auch Erziehungsaufgabe der Eltern, aus der Verantwortung nimmt. Vielmehr schließe ich mich der Auffassung des Hessischen Schwimmverbandes an, wonach zahlreiche Eltern selber nicht sicher schwimmen können. Insofern ist und bleibt Schwimmunterricht eine gesellschaftliche Aufgabe, die ich weiter fördern möchte. Zumal zur Fähigkeit des Schwimmens auch gehört, im Notfall Leben retten zu können."

"Gerade mit Blick auf den ab Mai in Bad Vilbel hinzu kommenden Notstand zeigt sich wie schwierig die Suche nach Alternativen ist. Und doch glaube ich, dass der Kreis als Schulträger mehr machen kann und sollte. Konkret schlage ich daher einen großen Ratschlag vor, an dem sich die Kreisverwaltung, Schulen, die Betreiber der Wetterauer Bäder und Schwimmvereine in der Wetterau beteiligen. Auch das Land und der Hessische Schwimmverband sollten hinzu gezogen werden. Ich erwarte mir von einem solchen Ratschlag vor allem Ideen, wie wir mehr tun und den Trend zum Niedergang des Schulschwimmens umkehren können. Nichts ist meiner Meinung nach fataler als diesem Trend achselzuckend zuzusehen."

"Vor allem halte ich es für inakzeptabel, dass in der ganzen östlichen Kreishälfte gerade mal in Gedern Schulschwimmen möglich ist. Was ist mit den Schulkindern in Nidda und in Büdingen? Wenn wir die Rede von den gleichen Lebensverhältnissen ernst nehmen, dann kann es nur vornehmste Aufgabe des Kreises sein, gerade diese Entwicklung nicht auf Dauer hinzunehmen."

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