Thomas Zebunke besucht ein gemeinsames Projekt der Friedberger Imker und des NABU Friedberg

Vor wenigen Tagen besuchte Thomas Zebunke von den Grünen als erster der Landratsamtskandidaten das Streuobstgebiet Wingert bei Dorheim. Harald Bernd, NABU Friedberg, und Ernst Ruppel, Imkervereinigung Friedberg, informierten ihn über das ca. 20 ha. große Areal sowie ein gemeinsames Projekt der beiden Vereine. Thomas Zebunke: „Für die Artenvielfalt in der Wetterau haben Streuobstwiesen eine besondere Bedeutung. Hier am Dorheimer Wingert wird zusätzlich viel für den Bienenschutz und die Umweltbildung getan.“

Der Wingert mit seinen rund 1.800 Obstbäumen und seinem hohen Artenreichtum wurde bereits 2012 als Projekt der UN Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet. Hier und unmittelbar angrenzend an den vom NABU Friedberg angelegten 2,5km langen Streuobst-Erlebnispfad, besitzt der NABU zwei unmittelbar aneinandergrenzende Grundstücke. Die Idee beider Vereine ist es, einen Streuobst-Erlebnispunkt und einen Bienen-Lehrstand miteinander zu kombinieren. Bernd: „Wir nutzen den Wingert und insbesondere diese eigenen Grundstücke bereits als Ausgangspunkt für geführte Wanderungen sowie für die Treffen der Kindergruppe. Aber auch Obstbaumschnittkurse oder Tauschbörsen für „alles rund um den Garten“ haben hier schon mit gutem Echo stattgefunden.“

Wegen der günstigen Lage der Grundstücke sind auch die örtlichen Imker interessiert, das Grundstück für ihren Verein zu nutzen. Die Idee ist, dort einen Lehrstand für die Vereinsbienen aufzubauen. Ruppel: „Damit können junge Imker oder Interessenten weitergebildet oder über die vielfältigen Aufgaben des Imkers informiert werden. Das Interesse für Bienenhaltung ist jedenfalls sehr groß.“ Nicht fehlen durfte auch ein Blick in die Bienenstöcke, die regelmäßig vom Imker kontrolliert werden müssen. Sowohl für die Imkerei als auch die Arbeiten auf den Streuobstwiesen werden jedoch Unterstellmöglichkeiten für Arbeitsmaterialien benötigt, die bisher nicht vorhanden sind.

Sehr angetan von dem skizzierten Konzept der Vereine war der Grünen-Kandidat Thomas Zebunke: „Das Interesse von Laien an der Imkerei ist gestiegen, aber leider nimmt die Zahl der Bienen weiter ab. Das hat sehr negative Folgen für die Bestäubungsleistung. Deshalb haben wir im Kreistag auch vorgeschlagen in Pilotgebieten Schutz- und Beratungsmaßnahmen unter dem Titel „Bienenschutzgebiete“ zu konzentrieren, um Zeichen zu setzen und daraus zu lernen.“

Leider ist es bisher nicht selbstverständlich, dass sich Vereine und Gruppen mit unterschiedlichen Interessen und Zielen zusammenschließen um solche Projekte anzugehen. Bei der Betreuung des Wingert sind noch weitere Beteiligte zu nennen wie der Verein Weidewelt, die örtliche Jagdpächterin mit Auswilderungsprojekten sowie Landwirte. Erst in dieser übergreifenden Zusammenarbeit ist es möglich dieses gesamte Projekt erfolgreich zu managen.

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