Landratskandidat Thomas Zebunke sieht Lösungen gegen den Ärztemangel im ländlichen Raum

Der Landratskandidat der GRÜNEN, Thomas Zebunke, traf sich kürzlich mit Hausärzten aus der Wetterau in einer Praxis in Friedberg-Ockstadt. „Die medizinische Basisversorgung ist gefährdet. Am stärksten und schon länger bekannt ist das in Teilen des Ostkreises. Aber auch in den wachsenden Kommunen des westlichen Kreisgebiets braucht es nach Auffassung der Ärzteschaft dringend ärztlichen Nachwuchs“, so Zebunke. Um diesem Problem zu begegnen hatte er bereits vor Wochen ein Stipendium des Kreises für junge Ärztinnen und Ärzte vorgeschlagen. So könnten sie an die Region gebunden werden.

Dieser Vorschlag war Anlass für den Vorstand des Hausärzteverbandes des Wetteraukreises, Zebunke einzuladen. Der Wöllstädter Allgemeinmediziner Wolf Eckert zur Situation: "Wir haben es heute mit einer neuen Generation von Ärzten und vor allem Ärztinnen zu tun. Es werden geregelte Arbeitszeiten verlangt und das Umfeld muss auch für die eigene Familie geeignet sein. Unsere Herausforderung besteht darin, eine Negativspirale zu verhindern. Wenn der Eindruck entsteht, dass der ländliche Raum unattraktiv ist und keine jungen Ärztinnen und Ärzte mehr anlockt, dann wird die Region ohne vernünftige ärztliche Versorgung noch unattraktiver“.

Zebunke greift diese Anregung gerne auf: „Wir brauchen im gesamten Kreis eine Absicherung der medizinischen Grundversorgung. Dafür ist die Landesregierung ein wichtiger Ansprechpartner, aber auch die Kassenärztlichen Vereinigungen und das Gesundheitszentrum Wetterau. Aufgabe des Kreises ist es, die Akteure an einen Tisch zu bringen, zum Beispiel im Rahmen von ‚Kommunale Gesundheitskonferenzen‘. Außerdem kann sich der der Kreis zusammen mit den Kommunen um die Bereitstellung geeigneter Praxisräumlichkeiten kümmern, die die Neuansiedlung von Ärztinnen und Ärzten fördern. Das könnte nach meiner Auffassung ein weiteres wichtiges Betätigungsfeld des vom früheren Landrat angekündigten Zweckverbands für sozialen Wohnungsbau sein. Leider wurde die Gründung dieses Zweckverbands durch die Großen Koalition im Kreis erst mal auf die lange Bank geschoben. Dennoch bin ich überzeugt, dass wir solche bislang nicht bekannten Wege gehen sollten, um dem drohenden Ärztemangel wirksam begegnen zu können."

 

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