„Selbst an einem dunklen und verregneten Januartag ist diese Landschaft am Rande des Vogelsbergs ein Erlebnis. Das muss für die Zukunft erhalten bleiben,“ so der Landratskandidat der GRÜNEN bei der Besichtigung des Steinbachtals bei Bindsachsen. Die GRÜNEN im Wetterauer Kreistag wollen den Antrag des Naturschutzbundes (NABU) Bindsachsen zum Schutz des Steinbachtals bei Wolferborn unterstützen. Insgesamt handelt es sich hierbei um ein Gebiet von ca. 120 ha Fläche, das malerisch einen Mittelgebirgsbach umschließt. Hier wurden viele seltene ja sogar gefährdete Pflanzen- und Tierarten entdeckt.

GRÜNE statten Vor- Ort-Besuch ab

Der Fraktionsarbeitskreis Regionalentwicklung, Umwelt und Energie nahm dieses einzigartige Gebiet kürzlich in Augenschein. Unter der sachkundigen Führung von Alfred Leiß, dem Vorsitzenden des Wetterauer Naturschutzbeirates und Vorsitzenden des NABU Bindsachsen konnte man sich ein Bild vor Ort machen. Auf Grund der reichhaltigen Biotopkulisse sind entsprechend viele und auch seltene Arten zu erwarten. Bislang sind davon in den bestehenden Unterlagen bereits nachgewiesen: Schwarzstorch und Rotmilan, Neuntöter und Rebhuhn, Braunkehlchen und Eisvogel. In der Pflanzenliste tauchen eine hohe Anzahl seltener und gefährdeter Arten der Roten Liste und der Vorwarnliste auf: Breitblättriges Knabenkraut, Sumpf-Wasserstern und Blasen-Segge, Mittleres Zittergras und Heil-Ziest, Raue Nelke, Schaf-Schwingel, Mauer-Gipskraut, Pechnelke oder das Öhrchen-Mausohrhabichtskraut und der Große Klappertopf. Der Wechsel von Wiesenflächen mit extensiver Rinderhaltung, Baum- und Buschgruppen, Feuchtbiotopen, Wasserflächen, Einzelgehölzen und einem Bachlauf macht das Gebiet aus Naturschutzsicht so wertvoll. Selbst einzelne Äcker stören den Gesamteindruck nicht, sondern sind in dem kleinparzelligen Nutzungsmosaik eine willkommene Bereicherung, entsprechende mit den Eigentümern abgesprochene Nutzung vorausgesetzt.

Regierungspräsidium Darmstadt bereits informiert

Ein Mitarbeiter des Regierungspräsidiums Darmstadt hatte sich bereits vor Ort informiert, um den Antrag des NABU Bindsachsen zu beurteilen. Hierzu werden zahlreiche Untersuchungen des Arteninventars notwendig sein. Gerhard Salz (GRÜNER Kreistagsabgeordneter): „Hier soll schnell ein Planungsbüro mit diesen Aufgaben betraut werden. Regierungspräsidium und Umweltministerium sollten zeitnah in die Lage versetzt werden, eine Entscheidung über den geforderten Schutz zu treffen.“

Landratskandidat Thomas Zebunke zuversichtlich

Der GRÜNE Landratskandidat Thomas Zebunke unterstützt den NABU Bindsachsen voll und ganz bei dessen Vorhaben: „Solche vielfältigen und einzigartigen Gebiete müssen großflächig geschützt werden. Wir wollen die letzten Refugien seltener Pflanzen und für Insekten erhalten, bevor sie unter eine intensive landwirtschaftliche Nutzung kommen. Ich bin zuversichtlich, dass so eines der größten Gebiete dieser Art im Wetteraukreis erhalten werden kann,“ so Zebunke abschließend.

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