Landratskandidat Thomas Zebunke gratuliert Dottenfelder Hof zum Gewinn des Bundesförderpreises für Ökolandbau und fordert mehr Investitionen in Forschung und Ausbildung in der Wetterau

Zum Ende der Grünen Woche in Berlin wurde der Dottenfelder Hof vom Bundeslandwirtschaftsministerium mit dem Förderpreis für Ökologischen Landbau ausgezeichnet. Der Landratskandidat der Grünen, Thomas Zebunke, und die Kreisvorsitzende der Partei, Kathrin Anders, besuchen die Landbauschule und gratulieren der Hofgemeinschaft bei Bad Vilbel.

„Wir wollen gerade junge Menschen und neue Betriebe für den ökologischen Landbau gewinnen. Dazu brauchen wir Bildungsangebote, wie sie der Dottenfelder Hof seit vielen Jahren bietet“, sagte Zebunke beim Besuch des biologisch-dynamisch bewirtschafteten Betriebes. „Ich werde mich dafür einsetzen, dass wir weitere Forschungseinrichtungen des Bundes und des Landes in die Wetterau bekommen, zum Beispiel zur Erforschung der Klimafolgen in der Landwirtschaft.“

Die Betriebsgemeinschaft feiert im Sommer ihr 50-jähriges Bestehen. Mehr als 2000 Schülerinnen und Schüler haben die inzwischen staatlich anerkannte Landbauschule seit 1974 absolviert. Damit hat der Dottenfelder Hof eine bundesweite Bedeutung für die Fortbildung im ökologischen Landbau. Etwa 100 Menschen leben und arbeiten auf dem Vorzeigebetrieb, der von Pflanzen- und Tierzucht über Käserei und Bäckerei bis zum eigenen Hofladen fast das ganze landwirtschaftliche Spektrum anbietet. Der Betrieb spielt eine wichtige Rolle in der Ökolandbau-Modellregion, zu der der Wetteraukreis von der Landesregierung ernannt wurde.

Anders und Zebunke diskutierten am vergangenen Wochenende mit Schülerinnen und Schülern der Landbauschule und dem Schulleiter Martin von Mackensen über kommunale Agrarpolitik, Boden- und Klimaschutz.

„Mehr ökologischer Landbau muss ein Anliegen auch der Kreispolitik bleiben und hat viel damit zu tun, dass sich Ökolandbau so positiv auf Klimawandel, Biodiversität, Energieeinsatz und insgesamt nachhaltiges Wirtschaften auswirkt“, so Anders, die seit vielen Jahren den Kontakt zu der Betriebsgemeinschaft pflegt.

Die Auszeichnung des Bundes hat der Betrieb vor allem für seine Leistungen in der Forschung und Züchtung erhalten. Dazu Anders: „Bildung und Wissenstransfer sind wichtige Voraussetzungen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und zukunftsfähiges Volkswirtschaften. Das gilt selbstverständlich auch für die Landwirtschaft und das Ernährungshandwerk. Viele Impulse dazu sind in den vergangenen Jahren auch vom Dottenfelder Hof ausgegangen und haben weit über die Region hinaus gewirkt. Hier am Dottenfelder Hof zeigt sich, wie wichtig und erfolgreich die Verknüpfung von Forschung, Ausbildung und Kommunikation mit den Verbraucherinnen und Verbrauchern ist.“

„Solche Entwicklungen sind nur möglich, wenn den Betrieben Flächen zur Verfügung stehen, die ein organisches Wachstum ermöglichen. Der Flächenverbrauch, der sich rund um Bad Vilbel und in der ganzen Wetterau in den letzten Jahren zugespitzt hat, ist Gift dafür“, sagt der Agraringenieur Zebunke, und weiter: „Die Förderung der Berufsbildung und der regionalen Wirtschaftskreisläufe ist mir sehr wichtig. Es reicht nicht, hierhin zu kommen und alles ganz nett zu finden. Um als gut erkannte Entwicklungen wie hier zu sichern, muss sich eine Kreisregierung auch dazu bekennen und aktiv für den Flächenschutz und die weitere finanzielle Unterstützung einsetzen“, so Landratskandidat Zebunke abschließend.

 

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