Grünen-Landratskandidat Thomas Zebunke unterstützt kommunale Ernährungsnetzwerke

In wenigen Tagen beginnt in Berlin die Internationale Grüne Woche (IGW) – für den Grünen-Landratskandidaten und Agraringenieur Thomas Zebunke ein Anlass, Ernährungspolitik und Landwirtschaft zu kommentieren.

„Immer mehr Menschen sehen die vorherrschende Land- und Ernährungswirtschaft kritisch“, sagt Zebunke. „Sie suchen nach gesunden, regional erzeugten Lebensmitteln.“ Um diesem Wunsch nachzukommen, sei eine enge Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Ernährungshandwerk vor Ort wichtig.

„Die Wetterau ist eine der wenigen Regionen in Europa, die sich tatsächlich selbst ernähren könnten“, betont Zebunke. „Warum machen wir da nicht mehr draus?“ Einen guten Ansatz sieht er in der „Solidarischen Landwirtschaft“, kurz SoLaWi, bei der sich Verbraucher*innen mit Landwirten zusammenschließen und gemeinsam Gemüse und andere Feldfrüchte anbauen. Bei einem Besuch des Friedberger SoLaWi-Projekts diskutierte Zebunke mit den Mitgliedern über eine lokale und regionale Ernährungsstrategie. Er begrüßt, dass in diesem Jahr eine weitere Initiative in Niddatal-Ilbenstadt gegründet werden soll, die auch mit einem sozial-ökologischen Wohnprojekt kooperiert. Ein weiteres Wetterauer Projekt befindet sich in Nidda-Wallernhausen.

Andere Bürger*Innen pachten einen Saisongarten in Friedberg-Fauerbach, darunter auch Zebunke und seine Familie, und wieder andere kaufen zumindest direkt beim Erzeuger ein. „Sehr oft sind es Biobetriebe, die solche Entwicklungen anführen und sehr oft sind es zugereiste junge Familien, die dieses Angebot suchen“, sagt der Grünen-Kandidat.

Es gelte in Zukunft die Interessen zu bündeln. „Denn wenn sich Bürgerinnen und Bürger, Aktivisten, die lokale Politik und die Land- und Ernährungswirtschaft der Wetterau zusammenschließen, wird das Vorhaben einer verbrauchernahen Ernährung lokal besser funktionieren. Es ist die Aufgabe der Kommunalpolitik diese neuen Interessengruppen einzubinden“, so Zebunke.

Diese Idee wird unter dem Namen Ernährungsrat in einigen deutschen Großstädten schon umgesetzt, unter anderem in Frankfurt. Die Beteiligten sind der Meinung, dass die Versorgung unserer Städte mit Lebensmitteln nicht umweltfreundlich geschieht, den Klimawandel beschleunigt und zu sozialen Missständen vor allem in den Entwicklungsländern führt.

Der Frankfurter Ernährungsrat wird von dem Verein „Bürger für regionale Landwirtschaft und Ernährung e.V.“ getragen. Er ist auch offen für die angrenzenden ländlichen Regionen wie die Wetterau.

„Auch hier gibt es viele Verbraucherinnen und Verbraucher, die am liebsten biologisch erzeugte Lebensmittel aus der Region einkaufen wollen. Für sie bietet der Ernährungsrat die Möglichkeit, sich für das Thema Ernährung zu engagieren.“

Für die Landwirtinnen und Landwirte in der Wetterau sei es wichtig, den Kontakt zu Verbraucher*Innen weiter auszubauen und sich deshalb rechtzeitig an solchen neuen sozialen Netzwerken zu beteiligen. „Deshalb unterstütze ich diese neue Ernährungsbewegung und empfehle Bürgerinnen und Bürgern in der Wetterau mitzumachen“, so Zebunke.

Weiterführenden Informationen:

http://buerger-fuer-regionale-landwirtschaft.de/ernaehrungsrat/

http://oekomodellregion.wetterau.de/angebote/projekte/bunter-acker-solidarische-landwirtschaft-wallernhausen/

https://www.solawi-friedberg-dorheim.de/

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