Zebunke fordert weitere Anstrengungen im östlichen Wetteraukreis – trotz der positiven Beschäftigungsentwicklung.

Als unerwartet bezeichnet der Landratskandidat der GRÜNEN, Thomas Zebunke, die von der Wirtschaftsförderung Wetterau veröffentlichten Zahlen zur Entwicklung der Beschäftigung im östlichen Wetteraukreis. Demnach stieg die Zahl der Beschäftigten im Gebiet des Altkreises Büdingen zwischen 2010 und 2015 um 15 Prozent.

Zebunke: „Bislang galt immer, dass der Westen des Kreises mit Infrastruktur und Arbeitsplätzen gut versorgt ist und die Bevölkerungsentwicklung entsprechend nachzieht. Dafür sorgen alleine schon die Nähe zu, sowie Schiene-und Straßenverbindung nach Frankfurt. Demgegenüber galt der östliche Kreisteil als Sorgenkind, insbesondere der dortige nördliche Teil. Dort war der Bevölkerungsrückgang am deutlichsten. Umso überraschter bin ich über die Zahlen der Wirtschaftsförderung. Das muss aber noch genauer geprüft werden und wir sollten uns nicht darüber hinwegtäuschen lassen, dass der Ostkreis weiter die Unterstützung der Kreispolitik braucht.“

„Es wird daher interessant sein“, so Zebunke weiter, „welche Faktoren zu dieser positiven Entwicklung geführt haben und welche Gemeinden des Ostkreises sie betreffen. Ich bin daher gespannt, welche Ergebnisse die Untersuchung bringt, die die Wirtschaftsförderung zusammen mit der Gießener Universität durchführen will. Diese Ergebnisse sollten dann auch unbedingt den Kreisgremien vorgestellt werden“, schlägt Zebunke vor, der selber dem Kreistagsausschuss für Regionalentwicklung, Umwelt und Wirtschaft angehört.

„Wir sollten auf den Ausgleich zwischen unserem Ost- und Westkreis achten. Den Ostkreis zu stärken heißt auch, den Westkreis zu entlasten, Flächen zu schonen und Verkehr zu vermeiden. Gerade im Wetterauer Ostkreis müssen die vorhandenen Infrastruktureinrichtungen erhalten werden. Die erfolgreiche Entwicklung hängt mehr denn je auch von der Digitalisierung ab. Zur Infrastruktur gehört allerdings ebenso die berufliche Bildung. Denn viel von dem vermuteten Aufschwung verdanken wir dem heimischen Handel, der Industrie und vor allem dem Handwerk und darauf sollten wir uns auch besinnen und dieses eigene Potenzial weiter stärken“, so Zebunke.

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