Wetteraukreis soll wieder Mitglied in der Schutzgemeinschaft Vogelsberg werden

Nach dem Willen der GRÜNEN-Fraktion im Kreistag soll der Wetteraukreis wieder Mitglied der Schutzgemeinschaft Vogelsberg (SGV) werden. Im Zuge der Sparmaßnahmen der vergangenen Wahlperiode hatte der damalige Landrat Joachim Arnold die langjährige Mitgliedschaft in der Gemeinschaft gekündigt. Die GRÜNEN waren nie mit dieser Entscheidung einverstanden und möchten sie auch aus aktuellen Gründen wieder rückgängig machen.

Die Schutzgemeinschaft

Die SGV ist eine der größten gemeinnützigen Naturschutzinitiativen in Hessen und seit 2014 als klageberechtigter Verband anerkannt. Seit mehr als 25 Jahren steht sie erfolgreich für den Grundwasserschutz und verhindert den Grundwasserraubbau im Vogelsberg, der ja geographisch auch in den Wetteraukreis hineinreicht. Mittlerweile ist sie auch hessenweit aktiv, um die umweltschonende Grundwassergewinnung flächendeckend durchzusetzen.

Zweiter Dürresommer in Folge

Für die Kreistagsfraktion der Grünen ist es nach dem zweiten Dürresommer in Folge an der Zeit ein Zeichen zu setzen. '228 Millionen € staatliche Nothilfe für die Bauern nach Dürreschäden', oder 'Ernteschäden nationalen Ausmaßes' lauteten die Schlagzeilen der jüngsten Zeit. Auch im Wetteraukreis fallen Auenbereiche trocken, bangt die  Landwirtschaft um Ernteerträge. Nur die Hälfte der gewöhnlich 600 l pro qm Regen im letzten Jahr. Von Entspannung kann auch dieses Jahr keine Rede sein. Jede/r Kleingärtner/in kann ein Lied davon singen, wie häufig in diesen beiden Sommern gegossen werden musste. Wegen der enormen Hitze haben es dieses Jahr einige Pflanzen trotzdem nicht ausgehalten. „Gerade weil durch Hitze und Dürre der Grundwasserspiegel abnimmt, sollten wir uns damit beschäftigen, den Wasserhaushalt zu stabilisieren. Dafür engagiert sich die Schutzgemeinschaft Vogelsberg, dazu hat sie gute Vorschläge entwickelt. Deshalb sollte sie auch wieder vom Wetteraukreis unterstützt werden!

Ich danke meinem Fraktionsvorsitzenden Michael Rückl für folgende Initiative. Wir werden am 28. August wissen, wie die GroKom dazu steht.

Egal ob "Zweckverband Wohnungsbau", "Netzwerk Wohnen" oder "Kommunaler Dachverband für den sozialen Wohnungsbau"- Vorschläge und Schlagworte gab es in den letzten zweieinhalb Jahren reichlich in Sachen Förderung des Wohnungsbaus auf Kreisebene. Aber Konkretes gibt es nicht. Das offenbaren die Antworten des Kreisausschusses auf eine Anfrage der Fraktion der GRÜNEN. "Nahezu der gesamte Kreistag ist sich darin einig, auf Kreisebene wohnungsbaupolitisch aktiv zu werden. Aber eine intern uneinige CDU-SPD-Koalition blockiert bislang jeden Fortschritt", kommentiert GRÜNEN-Fraktionsvorsitzender Michael Rückl.

Ende 2016 verkündete der damalige Landrat Joachim Arnold die Gründung eines Zweckverbandes Wohnungsbau. Während erste Kommunen den Beitritt zu diesem Verband beschlossen, nahm der Kreisausschuss mit den Stimmen von CDU und SPD die Vorlage von der Tagesordnung. Dahin ist sie bis heute nicht zurückgekehrt. Ein Jahr später im Landratswahlkampf brachte der dann siegreiche Jan Weckler als Alternative die Gründung eines interkommunalen Netzwerks Wohnen ins Spiel. Und wieder ein Jahr später verkündete die Wetterauer SPD-Fraktion zusammen mit der im Main-Kinzig-Kreis die Idee eines Kommunalen Dachverbandes.

Im Gegensatz zu diesen öffentlichkeitswirksamen Ideen signalisiert der Kreisausschuss in der Antwort auf die GRÜNEN-Anfrage noch "Klärungsbedarf". Zur Frage, welche Alternativen derzeit diskutiert werden, "kann zum aktuellen Zeitpunkt keine Auskunft gegeben werden". Zum Zeitplan für die Beratung und Beschlussfassung im Kreistag heißt es: "Sobald die internen Abstimmungen erfolgt sind". Fazit der GRÜNEN: Wir sind keinen Schritt weiter als Ende 2016.

Deren sozialpolitische Sprecherin, Dorothea Warns-Ventulett: "Die Koalition soll endlich den Kreistag an der Diskussion um die beste Lösung beteiligen. Da der allgemeine Wille besteht,

hier voran zu kommen, wird sich in den Beratungen sicher eine Mehrheit für ein Modell bilden. Schließlich warten auch die Kommunen auf eine Entscheidung, um sich gemeinsam mit dem Kreis am Bau bezahlbaren Wohnraums zu beteiligen - insbesondere die, die über keine eigene Wohnungsbaugesellschaft verfügen. Der koalitionsinterne Hickhack muss ein Ende finden. Statt  Zeit zu vergeuden hätte der Kreis schon lange seinen Beitrag in einer sozialpolitisch wichtigen Frage leisten können."

Mehr Unterstützung für eine nachhaltige Ernährungswirtschaft

 

Die Nachfrage nach in der Region verarbeiteten Lebensmitteln steigt schnell, Gastronomiebetriebe machen mit dem Wetterauer ‚Landgenuss‘ von sich reden, aber in einigen Kreisteilen ist das Angebot eher lückenhaft.

 Pünktlich zu den nächsten Biowochen in der Wetterau wollen die die GRÜNEN lebensmittelverarbeitenden und gastronomischen Betrieben einen Zuschuss zu den Bürokratiekosten geben, die z.B. nach dem Hygienerecht entstehen und viele kleinere Betriebe zeitlich und finanziell belasten.

 Hierzu Thomas Zebunke, der Agrar- und Wirtschaftspolitiker der Fraktion: „Ernährungs- und Landwirtschaftspolitik wurden im Kreistag schon öfter diskutiert und meistens haben die Grünen das beantragt. Dieses Mal wollen wir die handwerkliche Verarbeitung von Lebensmitteln unterstützen. Sie hat in der Wetterau eine gute Tradition und das soll auch in Zeiten höherer organisatorischer und technologischer Anforderungen so bleiben. Außerdem trägt die standortnahe Verarbeitung zur höheren Wertschöpfung in der Landwirtschaft bei“.

 Die Fraktionsvorsitzende Sylvia Klein ergänzt: „Um das Nahrungsmittelangebot aus der Region auch für die Region nutzbar zu machen sind handwerkliche Verarbeitung und Gastronomie wichtig. Einige der im Antrag genannten Zertifizierungen, Zulassungen und Kontrollen verursachen den handwerklichen Betrieben nicht nur Zeitaufwand, sondern auch Kosten. Die gilt besonders für die hygienerechtlichen Zulassungen nach EU-Recht. Ohne diese Zulassungen verlieren die Betriebe aber Marktzugänge. Am Beispiel des Büdinger Schlachthofes haben wir gesehen wie wichtig das ist. Diese Unterstützung sollen auch Metzgereien, Bäckereien, Keltereien usw. erhalten.“

Zebunke nennt ein Beispiel: „Unser Förderangebot richtet sich nicht nur an Biobetriebe, aber die Zahl der erzeugenden Betriebe in der Ökolandbau-Modellregion Wetterau hat zugenommen und wird weiter wachsen. Dennoch wird ein Bioangebot in der Gastronomie und im Handwerk nur in Einzelfällen ausgelobt und deshalb von Verbraucherinnen und Verbrauchen, die zunehmend danach suchen, selten gefunden. Unser Vorschlag hilft, eine Wertschöpfungskette zwischen Landwirtschaft und Verbraucher zu schließen und nachhaltige und zukunftsfähige Arbeitsplätze in der Region zu halten. Bund und Land bieten diese Förderung nicht an. Wir wollen nicht, dass Chancen für unsere Gastronomie und unser Ernährungshandwerk verloren gehen, das ist für uns nachhaltige Wirtschaftsförderung“.

Der grüne Landtagskandidat Thomas Zebunke fordert ein Gesetz zur Zukunftssicherung im ländlichen Raum

Wenn Läden schließen, Bürgerämter zusammengelegt werden, die Sparkasse und die Ärzte aus der Gemeinde verschwinden, schwindet die Lebensqualität auf dem Land. Das führt zu Frust und dem Gefühl, abgehängt zu sein“, erklärt Thomas Zebunke, Kandidat der Grünen für die östliche Wetterau, anlässlich seines Besuchs in Nidda Ober-Schmitten am vergangenen Mittwoch. Ober-Schmitten ist im diesjährigen Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ für seine Grüngestaltung ausgezeichnet worden. Ortsvorsteher Andreas Prasse präsentierte ein Dorf in dem vieles funktioniert, was andere sich wünschen. Aus der alten Industriekultur wurde mit viel Engagement ein moderner Lebensraum mit guter schulischer und ärztlicher Grundversorgung und einem ländlichen Kulturangebot und es gibt eine Zuwanderung junger Familien.

Landtagskandidat der Grünen, Thomas Zebunke fordert andere Verkehrspolitik in der Wetterau

Der Radweg zwischen Ranstadt und Selters soll so schnell wie möglich ausgebaut werden“, forderte Zebunke anlässlich einer Radtour mit der Interessengemeinschaft Radweg rund um Effolderbach.

Seit Jahren wird über dieses Projekt gesprochen, auch im Kreisausschuss, aber geschehen ist bisher nichts. Deshalb werden wir Grüne in der nächsten Kreistagssitzung einen Beschluss dazu beantragen. Der Landrat wird darin aufgefordert, die Unterstützung des Landesbetriebes Hessen Mobil und des Bundesverkehrsministeriums einzufordern“.

Ich bin in die Politik gegangen, weil ...

Ich mache nicht nur Politik, sondern auch andere Sachen wie Sport und Musik. Ich bin aber seit 30 Jahren für die Themen des ländlichen Raumes, Umwelt- und Naturschutz unterwegs, beruflich, ehrenamtlich und seit drei Jahren auch im Wetterauer Kreistag.

Wenn ich nicht Politik mache oder arbeite, dann ...

interessiere ich mich für die Menschen, denen ich dabei begegne und natürlich die Natur und die Landschaften, wenn es um Umweltschutz geht. Wenn ich irgendwo hingehe versuche ich etwas mitzubringen oder mitzunehmen und nicht nur auf ein Foto zu kommen.

Sehen Sie das ganze Interview unter: #hr - Der Kandidatencheck.

So habe ich meine Tour mit dem Europaparlamentarier Martin Häusling durch den oberhessischen Teil der Wetterau genannt. Wir liegen tatsächlich fast genau in der Mitte der heutigen EU. Wenn die Briten aussteigen wird sich dieses Zentrum etwas nach Südosten verschieben.

Die Wetterau ist zu schön und ihre Böden zu gut, um sie zum Lagerplatz und Zubringer für das Rhein-Main-Gebiet zu machen. Deshalb haben wir auf dem Acker bei Büdingen-Eckartshausen begonnen. Zusammen mit Sylvia Klein aus Büdingen und Landwirten vor Ort beschrieb ich den massiven und immer noch ungebremsten Flächenverbrauch in den guten landwirtschaftlichen Lagen nördlich und östlich von Frankfurt. In den letzten Jahren sind wir fast regelmäßig über 100 ha Verlust im Kreis gekommen, das sind etwa 150 Fußballfelder im Jahr und viel zu oft waren die besten Ackerböden betroffen.

Breest, Nell-Düvel und Zebunke präsentieren sich als gute Wahl für die Wetterau

Die drei Wetterauer Direktkandidat*innen der Grünen starten gemeinsam in den Landtagswahlkampf. Sylvia Klein, Fraktionsvorsitzende im Wetterauer Kreistag, stellte sie am 21. August der Öffentlichkeit vor. Sie betonte, dass die Grünen mit ihren Kandidierenden den Wählerinnen und Wählern Alternativen zwischen großkoalitionären Ideen- und Antrieblosigkeit als auch populistischen bis extremen Wahloptionen bieten. „Unser Ziel ist es, dass grüner Gestaltungswille auch in der nächsten Legislaturperiode Hessen grüner und gerechter macht“, erklärt Sylvia Klein.

Grüne besuchen Verein für Solidarische Landwirtschaft in Nidda-Wallernhausen

„Vor Jahren hätte noch niemand für möglich gehalten, dass es solch eine Renaissance des Ernährungsbewusstseins geben würde“, sagte Thomas Zebunke, Direktkandidat der Wetterauer Grünen für den Wahlkreis 26 (Wetterau II – Ost), beim Besuch des Vorsitzenden der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Hessischen Landtag, Mathias Wagner in Nidda-Wallernhausen. „Hier bei der Solidarischen Landwirtschaft „Bunter-Acker Nidda-Wallernhausen“ geht es um Ernährung und Ernährungsbildung, ein Ansatz der völlig ohne staatliche Unterstützung aus bürgerschaftlichem Engagement entstand und sich prima entwickelt“, so Zebunke weiter.

Thomas Zebunke bewirbt sich um Stelle des Zweiten Kreisbeigeordneten. GRÜNEN-Fraktion unterstützt die Bewerbung

Der Kandidat der GRÜNEN für die Landratswahl im März, Thomas Zebunke, bewirbt sich um die Stelle eines weiteren hauptamtlichen Beigeordneten im Wetteraukreis. Die im Jahr 2011 von der damaligen SPD-GRÜNEN-FDP-Koalition abgeschaffte Stelle wurde von der amtierenden Großen Koalition aus CDU und SPD wieder eingeführt.

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