„Niemand will den Bürgerinnen und Bürgern das Autofahren verbieten, sagt Thomas Zebunke, Kreistagsmitglied und Sprecher der Wetterauer Grünen, „aber wer wirklich etwas gegen den Klimawandel, den Ressourcenverbrauch und das Verkehrschaos tun will sollte weniger, langsamer und kleinere Autos fahren und natürlich gehören dazu auch zunehmend alternative Antriebe“. Schon im Mai 2018 hatten die Kreisgrünen einen Antrag für mehr Elektromobilität in den Kreistag eingebracht, der von allen Fraktionen außer den Linken abgelehnt wurde. Um zu erfahren, wie die noch von CDU und SPD getragenen Kreisregierung heute zu alternativen Antrieben steht, hatte die Kreistagsfraktion der Grünen im vergangenen Dezember wieder eine umfangreiche Anfrage gestellt, die nun beantwortet wurde. „Wir haben eine Antwort bekommen, wie wir sie noch nicht mal vom ADAC erwartet hätten hätte“, sagt Marcust Stadler, selber seit Jahren elektromobil. „Diese Beantwortung, zeugt von mangelnder Kenntnis des Marktes und der Technik. Der mangelnde Wille der GroKo ist wie schon beim Klimaschutz, wo sie deutlich hinter ihren Möglichkeiten zurückbleibt erkennbar, dabei müssten öffentliche Einrichtungen und Verwaltung hier Vorbild sein. Beim Wetteraukreis ist es umgekehrt - viele Kommunen und auch Unternehmen sind da weiter, so Stadler.“ In ihrer Antwort begründet die Koalition ihre Zurückhaltung mit der aktuellen Unwirtschaftlichkeit alternativer Antriebe z.B. mit der höheren Leasingrate. Die Koalition berichtet in ihrer Antwort von vielen Nutzfahrzeugen in ihrem Fuhrpark für die es keine Alternativantriebe gäbe. „Auch das ist nicht korrekt,“ sagt, Zebunke, „angfangen vom Lieferwagen der Post gibt es vier bis fünf marktbekannte Anbieter von solchen Fahrzeugen, da muss man gar nicht lange suchen. Und Investitionen in die Zukunft kosten eben jetzt und rechnen sich für die nächste Generation. Ich selbst habe für mein neues Elektroauto hervorragende Konditionen von einem hiesigen Autohaus bekommen, bis hin zu Negativzinsen. Der Bericht weist auf die geringe Reichweite von Elektrofahrzeugen hin, die im Winter noch nicht mal von Friedberg nach Gedern und zurück kämen, ohne zwischendurch nachzuladen. „Auch das ist widerlegbar“, sagt Stadler, der selbst in Nidda lebt,“ es gibt heute kaum noch ein E-Auto mit einer Reichweite unter 300 km, das ist für Fahrten in der Wetterau allemal genug. Für Fahrten quer durch Hessen gibt es ja noch die Bahn und da hat auch niemand was gegen einen Verbrenner. Nicht zuletzt wegen dieser zu erwartenden Scheinargumentation hatten wir auch gefragt, wie oft die Fahrzeuge der Kreisverwaltung mehr als 200 km am Tag fahren. Die Antwort lautete 5% !. Wir meinen, das die regierende GroKo damit ihre Reichweitenangst selbst widerlegt hat“. „Unser Angebot als Grüne ist ein anderes, sagt Zebunke, “Wir werden den Fahrzeugpool der Kreisverwaltung zügig auf überwiegend alternative Antriebe umstellen. Wir bieten an, die Fahrzeugpools mit denen anderer Verwaltungen, vor allem der Stadt Friedberg, zusammen zu legen und damit effizienter zu machen und wir werden Car-Sharing-Initiativen unterstützen, indem wir an ihnen teilnehmen und da wo zur Gründung noch die Nachfrage fehlt und in anderen Fällen werden wir den Bürgerinnen und Bürgern unsere Fahrzeuge am Wochenende als Leihwagen zur Verfügung stellen“. Das ist unsere Vorstellung von Mobilität statt Verkehr, sagt Zebunke abschließend. Die Grünen werden zu diesem Thema, Energie-und Verkehrswende Mitte Februar mehrere Informationsveranstaltungen online anbieten; Termine und Einwahldaten jeweils zu finden auf ihrer Website www.gruene-wetterau.de

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