Ich danke meinem Fraktionsvorsitzenden Michael Rückl für folgende Initiative. Wir werden am 28. August wissen, wie die GroKom dazu steht.

Egal ob "Zweckverband Wohnungsbau", "Netzwerk Wohnen" oder "Kommunaler Dachverband für den sozialen Wohnungsbau"- Vorschläge und Schlagworte gab es in den letzten zweieinhalb Jahren reichlich in Sachen Förderung des Wohnungsbaus auf Kreisebene. Aber Konkretes gibt es nicht. Das offenbaren die Antworten des Kreisausschusses auf eine Anfrage der Fraktion der GRÜNEN. "Nahezu der gesamte Kreistag ist sich darin einig, auf Kreisebene wohnungsbaupolitisch aktiv zu werden. Aber eine intern uneinige CDU-SPD-Koalition blockiert bislang jeden Fortschritt", kommentiert GRÜNEN-Fraktionsvorsitzender Michael Rückl.

Ende 2016 verkündete der damalige Landrat Joachim Arnold die Gründung eines Zweckverbandes Wohnungsbau. Während erste Kommunen den Beitritt zu diesem Verband beschlossen, nahm der Kreisausschuss mit den Stimmen von CDU und SPD die Vorlage von der Tagesordnung. Dahin ist sie bis heute nicht zurückgekehrt. Ein Jahr später im Landratswahlkampf brachte der dann siegreiche Jan Weckler als Alternative die Gründung eines interkommunalen Netzwerks Wohnen ins Spiel. Und wieder ein Jahr später verkündete die Wetterauer SPD-Fraktion zusammen mit der im Main-Kinzig-Kreis die Idee eines Kommunalen Dachverbandes.

Im Gegensatz zu diesen öffentlichkeitswirksamen Ideen signalisiert der Kreisausschuss in der Antwort auf die GRÜNEN-Anfrage noch "Klärungsbedarf". Zur Frage, welche Alternativen derzeit diskutiert werden, "kann zum aktuellen Zeitpunkt keine Auskunft gegeben werden". Zum Zeitplan für die Beratung und Beschlussfassung im Kreistag heißt es: "Sobald die internen Abstimmungen erfolgt sind". Fazit der GRÜNEN: Wir sind keinen Schritt weiter als Ende 2016.

Deren sozialpolitische Sprecherin, Dorothea Warns-Ventulett: "Die Koalition soll endlich den Kreistag an der Diskussion um die beste Lösung beteiligen. Da der allgemeine Wille besteht,

hier voran zu kommen, wird sich in den Beratungen sicher eine Mehrheit für ein Modell bilden. Schließlich warten auch die Kommunen auf eine Entscheidung, um sich gemeinsam mit dem Kreis am Bau bezahlbaren Wohnraums zu beteiligen - insbesondere die, die über keine eigene Wohnungsbaugesellschaft verfügen. Der koalitionsinterne Hickhack muss ein Ende finden. Statt  Zeit zu vergeuden hätte der Kreis schon lange seinen Beitrag in einer sozialpolitisch wichtigen Frage leisten können."

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